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3. Platz beim Schülerpreis des Heimatbundes OM

Unbenannt CopyAm Samstag, den 9. November hat der Heimatbund Oldenburger Münsterland seinen jährlichen Münsterlandtag abgehalten. Dabei wurden auch sieben Schülerpreise in verschiedenen Kategorien vergeben. Im Bereich Sekundarstufe I belegte die Ludgerus-Schule Vechta den dritten Platz mit dem Projekt „Phänologischer Kalendergarten“.

Stellvertretend für die Schule nahmen Ole Tegenkamp (7a), Lara Hefke und Laura Essou (beide 7b) zusammen mit Frau Rusche und Frau Hirschfeld die Urkunde bei dem Festakt in Friesoythe entgegen.

Projektbeschreibung Phänologischer Kalendergarten

Wann hat eigentlich der Frühling angefangen? Auf diese Frage gibt es verschiedene Antworten: Anfang März oder am 20. März um 22.58 Uhr, als die Sonne beide Erdhalbkugeln genau gleichmäßig beschienen hat.

Im Oldenburger Münsterland hat der Vollfrühling am Ostersonntag 2019 am späten Vormittag (Vechta, Wohngebiet beim Welper Wald) Einzug gehalten. Zu diesem Zeitpunkt haben die Apfelbäume dort ihre Blüten geöffnet.

In der Phänologie werden die Naturerscheinungen beobachtet. Nicht nur frühere Generationen ohne Wetter-App haben daran den richtigen Zeitpunkt für Aussaat und Ernte bestimmt (das sind nicht die sogenannten Bauernregeln), auch der der Deutsche Wetterdienst erhebt neben Daten, wie Temperatur, Niederschlagsmengen, Luftdruckverhältnissen etc., phänologische Daten (vgl. https://www.dwd.de/DE/leistungen/phaeno_uhr/phaenouhr.html und weitere Seiten des DWD) um sie wissenschaftlich zu verarbeiten und daraus Rückschlüsse über den Klimawandel etc. zu ziehen. Beispielsweise kann man feststellen, dass die Buchen mittlerweile früher ihre Blätter entfalten. Vor 20 Jahren hatte der Buchenwald bei den Maitouren noch keine Blätter. Seit ein paar Jahren kann man am ersten Mai hellgrüne Buchen bewundern.

Aus der Beobachtung der Natur ergeben sich insgesamt zehn Jahreszeiten (siehe Bildmaterial), die sich anhand verschiedener Zeigerpflanzen bestimmen lassen. Frühling, Sommer und Herbst lassen sich in je drei Abschnitte einteilen. Der Winter beschreibt die Ruhephase der Pflanzen.

Im Sommer 2018 hat Frau Hirschfeld mit Studenten der Universität Vechta eine Unterrichtsreihe zum Thema Frühling in einem Wahlpflichtkurs Biologie durchgeführt. Daraus ist die Idee entstanden, einen Garten mit einer Auswahl von Zeigerpflanzen für die Jahreszeiten in Verbindung mit einem insektenfreundlichen Staudenbeet anzulegen. An diesem Garten lässt sich deswegen die aktuelle Jahreszeit für den Bereich Vechta ablesen. Die Zeigerpflanzen werden dabei dem Uhrzeigersinn folgend in das äußere Beet gesetzt und folgen dem Ablauf der Jahreszeiten.

Die Idee entsprach den Vorstellungen von Herrn Klappert (Bereichsleiter) und Herrn Walter (Bauleiter) von der STRABAG AG in Vechta, die die Zusammenarbeit mit Schulen im Bereich der Berufsorientierung suchten. So wurde im März 2019 eine Anlage für das Projekt „Phänologischer Kalendergarten“ geschaffen. Die Kurse „Profil Technik“ des 9. und 10. Jahrganges unter der Leitung von Herrn Schöneich, Herrn Büssing und Herrn Ebbecke berechneten, vermaßen und pflasterten zusammen mit Angestellten der STRABAG Vechta die kreisförmige Anlage (siehe Bildmaterial). Die Wahlpflichtkurse der 8. Klasse „Wald“ (Herr Feldhaus) und „Biologie“ (Frau Hirschfeld) haben im Anschluss die erste Bepflanzung vorgenommen. Im äußeren Beet befinden sich Zeigerpflanzen für die Jahreszeiten, und im inneren Kreis entsteht ein Staudenbeet für nektarsaugende Insekten. Momentan ist die Bepflanzung (materiell unterstützt von der Firma Tebbe aus Vechta) noch nicht ganz abgeschlossen und wird in diesem Schuljahr mit dem Wahlpflichtkurs „Biologie“ des 7. Jahrganges fortgeführt. Außerdem werden dazu passende fachübergreifende Materialien (Biologie, Physik, Hauswirtschaft, Deutsch) erstellt, die die Nutzung des Gartens auch fachfremden Lehrkräften ermöglichen sollen.

Das Fach Hauswirtschaft sammelt beispielsweise regional-saisonale Rezepte, wodurch auch in diesem Fach die Region und die Jahreszeiten in den Blick genommen werden.

Mit diesem Projekt wollen wir das Interesse der Schüler an der Natur wecken. Sie sollen die Umwelt aktiv beobachten und wertschätzen lernen. Somit wird auch die Verbundenheit zur Natur in der Region gestärkt.

In diesem Projekt werden vor Ort Pflanzen und Tiere beobachtet. Denn Natur- und somit auch Klimaschutz beginnt nicht beim Schutz des Regenwaldes. sondern hier bei uns im Oldenburger Münsterland